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Berlin audiovisuell:

WUNDERLAND, der Mauerfallkrimi von Oliver Wachlin

Wunderland ist ein wunderbarer Mauerfallkrimi. Die Zeit des Mauerfalls wird vom in Berlin lebenden Buch- und Drehbuchautor Oliver Wachlin sehr authentisch und nachvollziehbar beschrieben. Handlungsmittelpunkt ist eine im Bezirk Kladow aufgefundene Frauenleiche. Kriminalhauptkommissar Knoop und sein Kollege Hünerbein gehen diesem Fall mit Fingerspitzengefühl nach und entdecken dabei viele Ungereimtheiten. Um den eventuellen Mord ranken sich viele Schicksale, zum Beispiel das der Familie Firneisen, die Angst vor Plünderungen durch die massenhaft in Westberlin ankommenden DDR-Bürger hat. Oder um Kommissar Knoop, Westberliner, der von Undercover-Erlebnissen zu den Weltjugendfestspielen im Ostteil der Stadt eingeholt wird. Die einzelnen Geschichten führen nach vielen Verwirrungen zueinander und der Fall wird elegant gelöst. Mehr soll an dieser Stelle nicht verraten werden. Auch die Stasi mit ihren Machenschaften wird in dem Roman deutlich dargestellt.

Saskia Hummel

Ein spannender Krimi auf 334 Seiten, der einem oft ein Lächeln aufs Gesicht zaubert. (shum)

Unsere Meinung: sehr lesenswert

www.berlin-audiovisuell.de

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Die Tote am See

von Barbara Keller

Berlin - das ganz große 'Wiedervereinigungsszenario'.

In Kladow sitzt eine junge Frau tot vor ihrem Bungalow. Erfroren. An ihren Füßen trägt sie Schlittschuhe, obwohl die Havel nicht zugefroren ist. Und Fußspuren führen bis an das Wasser. Die Berliner Ermittler stehen vor einem Rätsel. Im Chaos des 89er Herbstes versucht Kriminalkommissar, Ex-Ossi und Ex-BNDler, Dieter Knoop dem mutmaßlichen Mysterium auf die Spur zu kommen. Doch der passionierte Single gerät, konfrontiert mit frühen Jugendsünden, begangen während eines Aufenthalts in Berlin Ost anlässlich der Weltfestspiele 1973, unvermittelt bald selbst in ein mittleres Gefühlschaos... 

Pensionär Karl Firneisen geht es nicht anders als Kriminalkommissar Dieter Knoop am 9. November 1989. Er fühlt sich überfordert vom Ansturm der 'ostdeutsch Befreiten'. Doch während bei Knoop nervige Verwandte und Bekannte aus der Zone aufschlagen, kämpft der alte Mann in seiner Kladower Villa mit der zur fixen Idee gewordenen Vorstellung von einer marodierenden, plündernden Horde Ossis.
Firneisen will den 'vagabundierenden Zonis' mit seiner Pumpgun einen fulminanten Empfang bereiten, stößt jedoch bei seinen Vorbereitungen auf nichts Geringeres als seine gewaltsam verblichene Nachbarin Silke Brendler. Die lehnt tot und mutmaßlich erfroren an der Wand ihres Bungalows.

Der zunächst schwierigste Part der Kriminalbeamten und Mitarbeiter der Spurensicherung besteht nun nicht in ihrem üblichen Tun um ein Puzzle mit vielen Unbekannten, sondern in der Herausforderung, den Tatort überhaupt zu erreichen.
Und so verbringen Dieter Knoop und sein Kollege Hünerbein zunächst einmal eine recht feuchte Nacht bei diversen Cocktails an der Bar des Zeugen Firneisen. Solange, bis die Spurensicherung sich einen Weg durch den Dauerstau Heerstraße, Kaiserdamm zu ihnen gebahnt hat.

Ob und was der NVA-Offizier Ullrich Cardtsberg, der in der schweren Stunde des Umbruchs um Sinn und Handlungsalternativen ringt, mit diesem Fall zu tun hat, soll hier noch nicht verraten werden...

Fazit: Amüsant kriminelle 'Wendekomödie'. Original, originell, gefühlsecht.

www.berlinkriminell.de

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Der Krimi zum Mauerfall – authentisch, mitreißend und bewegend.

Oliver G. Wachlin hat mit »Wunderland« weit mehr als bloß einen bis zum Umblättern der letzten Seite spannenden Kriminalroman geschrieben. Der Autor, der einst selbst in der DDR als „Republikflüchtling“ im Gefängnis einsaß, legt einen mitreißenden Gesellschaftsroman vor, der die turbulenten Ereignisse des ‘89er Herbst authentisch aufarbeitet, ohne auch nur einen Moment in den referierenden Ton eines Geschichtsbuches zu verfallen. Stattdessen nimmt Wachlin den Leser mit hinein in die deutsch-deutsche Begegnung, zeigt Euphorie und Freudentaumel, aber auch zerrissene Familienbande, unerfüllte Sehnsüchte und zwischenmenschliche Tragödien, die bisweilen tödlich enden.

Dominik Hetgen

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DER TAGESSPIEGEL :

Vielleicht gelingt ja der Genreliteratur das, was die großen Feuilletonisten seit 19 Jahren nicht hinbekommen: ein großer Roman über das Ende des Kalten Krieges und die Zeitenwende Anfang der 90er Jahre. An Oliver G. Wachlin und Alfred Hellmann soll es jedenfalls nicht liegen. Sie haben beide gerade sehr unterhaltsame Bücher vorgelegt, mit der die neue Reihe "Berlin-Krimi" im Emons Verlag gestartet wird.

Ein Interview mit beiden Autoren gibt es hier:

http://www.berlin-audiovisuell.de/krimistadt_berlin/audio/

 
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